Amazonas – Xingu-Figur

Als Xingu werden verschiedene Gruppen am Oberlauf des Rio Xingu im Amazonasgebiet bezeichnet, die vier verschiedene Sprachen sprechen. Es handelt sich also um einen Sammelbegriff für unterschiedliche Gruppen.

Für die Indigenen am Oberen Xingu wurden die ersten Menschen von einem Halbgott geschaffen. Dieser flößte durch den Rauch seiner Pfeiffe abgesägten Baumstämmen Leben ein. Dazu zählte auch die Mutter der Zwillinge Sonne und Mond, die Prototypen der ersten Urmenschen darstellten. Ihr zu Ehren wurde das erste Fest der Toten zelebriert, das heute das wichtigste Fest der Xingu ist. Dabei wird der Schöpfungsakt reinszeniert und es kommt zu Initiationsriten für junge Männer und Frauen.

Totenfeste mit indigenen Einflüssen lassen sich u.a. auch in Mexiko mit dem Día de los Muertos und Bolivien mit Todos Santos beobachten.

mh

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Raum 03.1 – Schöpfungsmythen

Die graphische Einführungsreportage zeigt verschiedene Motive, die in einigen Märchen aus Lateinamerika vorkommen, z.B. einen mystischen Berg, einen Moai-Kopf und die Sonneninsel auf dem Titicacasee.
Schöpfungsmythen

So vielfältig wie die Kulturen sind ihre Schöpfungsmythen. Von Völkern, die von einer Welt in die nächste klettern und von Göttern zerstörten und neu geformten Welten bis hin zur biblischen Schöpfungsgeschichte. All diese Versionen erklären ihre Umgebung und wie sie durch den Menschen harmonisch genutzt wird. Rituale und andere Formen der Glaubensäusserung dienen dazu, Balance und Harmonie herzustellen und zu erhalten und spielen bis heute eine wichtige Rolle im Leben vor allem der Landbevölkerungen. 

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