Karibik – Baumwollgürtel

Bei den Taíno in der Karibik spielten Baumwollskulpturen eine wichtige Rolle und wurden in verschiedenen Formen hergestellt.

Baumwolle wurde von den Taíno nicht nur für elitäre Gegenstände, wie der oben gezeigte Gürtel, verwendet, sondern auch für alltägliche Gegenstände wie Hängematten. Sie gehörte zu den ersten Gegenständen, die mit Christoph Kolumbus bei seinem ersten Aufenthalt im Jahre 1492 in Amerika getauscht wurde.

Das oben gezeigt Objekt ist ein Baumwollgürtel, das mit einer Cemí-Figur verziert wurde und befindet sich im Weltmuseum Wien. Als Cemí oder auch Zemi werden Gottheiten und Ahnengeister, aber auch figürliche Gegenstände bezeichnet, die einen Geist beherbergen. Diese Baumwollgegenstände wurden angefertigt, um die Verstorbenen nahe und sichtbar zu halten.

Das Besondere an dieser Textilkunst ist die Tatsache, dass aus der eigentlich hauptsächlichen zweidimensionalen Textilkunst eine dreidimensionale geschaffen wurde. Nur drei Baumwollskulpturen haben bis heute Bestand und geben uns Hinweise auf diese Tradition.

mh

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Entdeckung – Kolumbus-Reisen

Als Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 die Bahamas in der Karibik erreichte, wollte er eigentlich einen Seeweg im Westen nach Indien finden. 

Zeit seines Lebens wusste er nie, dass einen aus europäischer Perspektive neuen Kontinent erreichte. Er ging stets davon aus, einen Seeweg gefunden zu haben und Indien erreicht zu haben. Daher wurde später entstandene Vizekönigreich auch Las Indias genannt.

Auf seinen vier Entdeckungsreisen zwischen 1492 bis 1504 landete Kolumbus zumeist auf den großen Antillen. Kolumbus wurde im Zuge der Conquista der erste Vizekönig des Vizekönigreichs Las Indias.

mh

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Europäische Erschließung

Wann der amerikanische Doppelkontinent zuerst besiedelt wurde, ließ sich bisher nicht abschließend klären. Dennoch kann festgehalten werden, dass es erst durch die Fahrten des Kolumbus zu der ersten europäischen Besiedelung des amerikanischen Doppelkontinents mit globalgeschichtlicher Dimension kam.

Nach Kolumbus kam es zu einer Reihe von europäischen Expeditionsfahrten, die die Unterwerfung Amerikas begründeten und die Conquista mit sich brachten. Im Folgenden finden Sie eine kleine, unvollständige Auswahl:

  • Juan Ponce de León entdeckte aus europäischer Perspektive im März 1513 Florida
  • Vasco Núñez de Balboa entdeckte aus europäischer Perspektive im September 1513 den Pazifik
  • Hernán Cortés eroberte von 1519-1521 das Aztekenreich
  • Francisco Pizarro eroberte von 1531-1535 das Inkareich
  • Hernando de Soto war erst ein Begleiter Pizarros und führte von 1538-1542 die größte Expedition durch den Südosten der heutigen USA an

Hier sehen Sie eine Illustration nach der historischen Waldseemüller-Karte. Martin Waldseemüller war Karthograf und entwarf diese Karte. Sein Kollege Matthias Ringmann hatte zuvor Amerigo Vespuccis Reisebericht gelesen und hielt ihn für den Entdecker Amerikas, weshalb er Amerika in Waldseemüllers Karte mit den Vornamen Vespuccis versah. Der Begriff Amerika war geboren und sollte sich schließlich durchsetzen, obwohl Waldseemüller in den Folgejahren versuchte, seinen Fehler zu korrigieren.

mh

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