Koloniales Erbe – Cola-Dose

Die Spuren und das Erbe des Kolonialismus in Lateinamerika sind bis heute sichtbar und durch wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten spürbar.

Noch immer haben Konzerne wie Chiquita, erheblichen Einfluss in Lateinamerika. Politisch und wirtschaftlich wird massiv Druck auf Regierungen ausgeübt, weshalb sich auch der Begriff der Bananenrepublik etabliert hat.

Auch Coca Cola spielt hier eine bedeutende Rolle. Die Brause spielt einen wesentlichen wirtschaftlichen Aspekt, da seine Erfrischungsgetränke häufig und reichlich getrunken werden. In vielen Regionen, in denen Leitungswasser Bakterienbelastet ist, wird auch in Flaschen abgefülltes Wasser von der Coca Cola Company getrunken. Der Begriff der Cocakolonisierung bezeichnet einen Aspekt der Globalisierung und kulturellen Kolonialisierung. So propagierte der Konzern beispielsweise während des Kalten Krieges den American Way of Life. Interessant ist dabei die Tatsache, dass Coca Cola gleichzeitig stark konsumiert wird, während der Konzern, dessen Hauptprodukt wie kaum ein anders für die USA steht, von vielen lateinamerikanischen Gesellschaftsteilen stark kritisiert wird.

mh

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Lateinamerika und die USA

Lateinamerika und die USA haben eine lange und sehr wechselhafte Beziehung, die im Rahmen einer Objektbeschreibung unmöglich angemessen zu beschreiben ist. Die Tatsache, dass Teile der USA auch zu Lateinamerika gehören, verkompliziert zudem eine angemessene Beschreibung des Sachverhalts.

Oftmals von gegenseitigen Vorurteilen und Misstrauen geprägt, ist das Verhältnis oft ambivalent. So werden Latinos in den USA teilweise pauschal als kriminell vorverurteilt, während US-Amerikaner für Latinos oft Repräsentanten eines Kulturimperialismus sind. Selbstverständlich werden aber andererseits auch Gemeinsamkeiten und Bereicherungen durch die jeweils andere Kultur betont. 

In den USA sind Latinos eine starke Minderheit und werden zukünftig bei Wahlen eine immer wichtigere Rolle spielen. Daher sind dort Amtsträger mit lateinamerikanischen Hintergrund oft wichtige Symbolfiguren. Als Beispiel dafür dient die oben gezeigte Illustration eines Namensschildes mit den Initialen von Alexandria Ocasio-Cortez, die Mitglied des Repräsentantenhauses für die Demokraten ist.

mh

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Raum 02.3 – Conquista, Kolonialismus und koloniales Erbe

Die graphische Einführungsreportage zeigt einen Konquistadoren-Helm, eine koloniale Kirche und Bananen.
Conquista, Kolonialismus und koloniales Erbe

Als Conquista wird die Unterwerfung und Eroberung der sogenannten Neuen Welt insbesondere durch die Spanier bezeichnet. Die Conquista wäre ohne Unterstützung der lokalen Bevölkerung nicht möglich gewesen. Durch wechselhafte Allianzen wurde Lateinamerika schließlich beinahe flächendeckend von den Europäern erobert und unterworfen. 

In Zeiten des Kolonialismus bedienten sich die Konquistadoren – also die Eroberer -oftmals lokaler Strukturen, um ihre Herrschaft durchzusetzen. Dazu zählt beispielsweise das Encomienda-System zur Arbeitsorganisation und Aufgabenverteilung. 

Den Konquistadoren eilten in ihren Eroberungszügen zumeist aus Europa eingeschleppte Krankheiten voraus. Viele Indigene starben daran, noch bevor sie einen Europäer sahen. 

Die Strukturen des Kolonialismus sind bis heute in Lateinamerika spürbar. Beispielsweise in der Bananenproduktion von Chiquita. Der Konzern wird vor Ort auch el pulpo, der Oktopus genannt, da sein politischer und wirtschaftlicher Einflussbereich sehr groß ist und überall eingreifen kann. Auch der Begriff der Bananenrepublik geht auf die Machenschaften des Konzerns und seines Vorgängers, United Fruit, zurück. 

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